Gegen Krise denken

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.82

Schlagworte:

engagierte Anthropologie, Ethnographie, Krise, Utopie, Kollaboration

Abstract

Wie kann angesichts von multiplen Krisen und globalen autoritären Verwerfungen bis hinein in akademische Räume eine forschende Praxis aussehen, die kritische Krisen-Analytik mit einer auf Möglichkeitsräume gerichteten Forschungshaltung verbindet? In unserem Beitrag greifen wir auf eigene Erfahrungen als Forschende und Hochschullehrer:innen sowie gemeinsam publizierte Texte zurück, um dieser Frage nachzugehen. Vor dem Hintergrund einer genaueren Charakterisierung von gegenwärtigen Krisendynamiken, wenden wir uns in einem zweiten Schritt den Begriffen der Hoffnung und des utopischen Denkens zu, um beide Konzepte für kulturanthropologisch angelegte ethnographische Forschung produktiv zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie kritische Gegenwartsanalyse mit der Exploration kreativer Interventionen verbunden werden kann. Dies kann nur dann gelingen, so argumentieren wir, wenn Anthropolog:innen neue Rollen – als Mediator:innen, Ermöglichende und Befördernde – einnehmen und sich einer Partisanenposition verschreiben. Wie das aussehen könnte, loten wir abschließend genauer aus.

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Veröffentlicht

2026-07-01

Zitationsvorschlag

Binder, B., & Hess, S. (2026). Gegen Krise denken. Kulturanthropologie Notizen, 87(1), 69–87. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.82