Anthropologie nach dem Fortschritt

Anthropologie nach dem Fortschritt: Öffentliche chemische Praktiken ethnografisch situieren, um life as aftermath besser zu verstehen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.76

Schlagworte:

aftermath, chemische Praktiken, Anthropologie, Fortschritt, Wissenschaft

Abstract

Synthetische Chemikalien sind allgegenwärtig. Sie zirkulieren in großen Mengen, produzieren anthropogene Organismen und Umwelten und konstituieren life as aftermath (Landecker 2025). Life as aftermath zu verstehen, stellt die moderne Chemie sowie die Lebenswissenschaften vor grundlegende Herausforderungen. Ich schlage hier vor, eine relational-prozessuale Ontologie, Praktiken des Para-Sitings/Para-Sightings sowie die antizipatorischen Kompetenzen der Anthropologie zu nutzen, um in Zusammenarbeit mit der Chemie situierte und öffentliche chemische Praktiken zu fördern, die über ihre gegenwärtigen progressiven Verpflichtungen gegenüber wirtschaftlichem Wachstum, molekularem Wissen und reduktionistischer Risikobewertung hinausreichen und die dadurch in der Lage sind, life as aftermath adäquat zu bearbeiten. In einem zweiten Schritt argumentiere ich für eine Wissenschaft nach dem Fortschritt – eine Wissenschaft, die fähig ist, anthropozäne Herausforderungen anzunehmen –, und ich plädiere für die Notwendigkeit post-heroischer, kollektiver und kooperativer Institutionen als Orte einer mehr-als-progressiven Wissenschaft.

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Veröffentlicht

2026-07-01

Zitationsvorschlag

Niewöhner, J. (2026). Anthropologie nach dem Fortschritt: Anthropologie nach dem Fortschritt: Öffentliche chemische Praktiken ethnografisch situieren, um life as aftermath besser zu verstehen. Kulturanthropologie Notizen, 87(1), 132–146. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.76