Krisen|Wissen

Ethnografische Forschung in Ko-Laborationen und Kontexten der Dringlichkeit

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.72

Schlagworte:

Dauerkrise, Dringlichkeit, Ethnografie, Grundwasser, Bosnien-Herzegowina

Abstract

Krisen prägen die Gegenwart nicht mehr als Ausnahmezustände, sondern als Normalität. Dieser Beitrag zeigt, dass Krisenwissen und Wissenskrisen in langanhaltenden Krisenkontexten untrennbar miteinander verschränkt sind. Anhand der Grundwassergovernance in Europa und der geopolitischen Dauerkrise in Bosnien-Herzegowina wird sichtbar, wie Wissen Dringlichkeit erzeugt, Zukunft formatiert und zur Stabilisierung krisenhafter Ordnungen beiträgt. Das Konzept Krisen|Wissen beschreibt diesen relationalen Aushandlungsraum, in dem Wissen Krise produziert und Krise Wissensproduktion strukturiert. Ethnografische Forschung ist dabei selbst Teil dieser Wissensökologien. Sie macht die Routinen, Affekte und Narrative sichtbar, durch die Krisen zur Normalität werden. Darüber hinaus reflektiert sie ihre eigene Rolle im Entstehen, Übersetzen und Stabilisieren krisenbezogener Wahrheiten.

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Veröffentlicht

2026-07-01

Zitationsvorschlag

Hodžić, D. (2026). Krisen|Wissen: Ethnografische Forschung in Ko-Laborationen und Kontexten der Dringlichkeit. Kulturanthropologie Notizen, 87(1), 20–48. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.72