Datenbasierte Begegnungen als repräsentational und relational

Eine mehr-als-menschliche Perspektive auf das Citizen-Science-Projekt zur Biodiversität Artportalen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/ka-notizen.88.57

Schlagworte:

citizen science, more-than-human approach, data journeys, encounters, Artportalen

Abstract

Um der Klimakrise und dem Verlust biologischer Vielfalt zu begegnen, arbeiten Bürger:innen und Forschende in Citizen-Science-Projekten zusammen, wie etwa im schwedischen Biodiversitätsportal Artportalen. Da die dort erhobenen Daten umweltbezogene Entscheidungen und Projekte beeinflussen, ist ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Wahrnehmungen und Weltanschauungen aller Beteiligten erforderlich.

In Abkehr von einem realistischen Verständnis werden Daten und Nicht-Menschen in diesem Artikel als soziale Teilnehmende begriffen, deren Wirkmacht über menschliche Handlungsmacht hinausgeht. Die Studie greift auf die Konzepte der „Data Journeys“ und der Begegnung zurück, um diese Beziehungen zu untersuchen.

Dabei identifizieren wir vier zentrale Themen: erstens eine anthropozentrische Weltanschauung, die durch den Blick auf digitale Karten geprägt wird; zweitens eine ökozentrische Weltanschauung, die durch offene Begegnungen beeinflusst wird; drittens die konfliktreiche Verflechtung von technologischem Fortschritt und ökologischer Fürsorge; und viertens Assemblagen aus Nicht-Menschen, Daten und Menschen, die Motivation und Interesse an Biodiversität und Citizen Science hervorbringen.

Abschließend diskutieren wir die Spannungen, die aus unterschiedlichen Skripten entstehen und solche Begegnungen prägen.

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Veröffentlicht

2026-10-02

Zitationsvorschlag

Nemeth, M., & Rödl, M. B. (2026). Datenbasierte Begegnungen als repräsentational und relational: Eine mehr-als-menschliche Perspektive auf das Citizen-Science-Projekt zur Biodiversität Artportalen. Kulturanthropologie Notizen, 88, 17–30. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.88.57