„Jetzt aber nicht“–

Grundzüge einer Kritik der possibilistischen Vernunft

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.94

Schlagworte:

Foucault, Möglichkeit, Zukunft, Frankfurter Schule, Science and Technology Studies

Abstract

Dieser Artikel analysiert die Relevanz und Mehrdeutigkeit des Begriffs der Möglichkeit und stützt sich dabei auf das Buch La Perspective du Possible von Haud Guéguen und Laurent Jeanpierre (Guéguen und Jeanpierre 2022). Ich untersuche zwei Theorien, in denen der Begriff der Möglichkeit zentral ist, die jedoch in der Arbeit von Guéguen und Jeanpierre nicht explizit behandelt werden: die Kritische Theorie der Frankfurter Schule und die Machtanalytik Michel Foucaults. Diese theoretischen Perspektiven werden anschließend mit aktuellen Debatten in der Kulturanthropologie und den Science and Technology Studies verknüpft, wobei die besonderen Stärken der ethnografischen Forschung für die Erforschung potenzieller Zukünfte hervorgehoben werden. Basierend auf den programmatischen Überlegungen zu einer „Anthropologie der Zukunft“ (Bryant und Knight 2019) oder zur „Zukunft als kulturelle Tatsache“ (Appadurai 2013) sowie auf methodologischen Ansätzen zu experimentellen Forschungsformaten, schlage ich ein kritisches Konzept der Möglichkeit vor, das relationale, performative und experimentelle Bedeutungsdimensionen integriert.

 

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Veröffentlicht

2026-07-01

Zitationsvorschlag

Lemke, T. (2026). „Jetzt aber nicht“– : Grundzüge einer Kritik der possibilistischen Vernunft. Kulturanthropologie Notizen, 87(1), 108–123. https://doi.org/10.21248/ka-notizen.87.94